Kochen so wie ich es mag

Ich koche aus vielerlei Gründen und zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Am häufigsten stelle ich mich in die Küche, weil ich Hunger habe. Damit meine ich nicht unbedingt, das ich meine körperlichen Bedürfnisse stillen möchte, sondern das ich mein seelisches Gleichgewicht wiederherstellen möchte. Der beste Ort für ein wenig Zen, ist für mich nunmal die Küche. Keine andere Tätigkeit bringt mich mit ihren klaren und einfachen Regeln auf eine entspannte Ebene -Motivationstrainer mögen es Flow nennen- wie das Kochen. Egal wie schwierig ein Rezept ist, bei den ganz einfachen gilt dies aber um so mehr, kommt es darauf an, sich an einen festen Ablauf zu halten. Hierbei gelten einige wenige Regeln, mit denen Sie den meditativen Flow gar nicht verfehlen können.

Regel 1 Machen Sie die kleinen Dinge richtig. Keine Schludereien, keine Tricks, kein Plan B. Versuchen Sie es zumindest richtig zu machen. Was nicht heißen soll, das Sie keinen Backup-Plan haben dürfen. Geht etwas schief tritt die folgende Regel in Kraft.
Regel 2 Alle Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen.
Regel 3 Machen Sie sich einen Plan. Hier dürfen Sie kreativ sein. Fühlen Sie sich frei alles auszuprobieren was Ihr Herz begehrt. Kochen bedeutet Abenteuerlust. Schreiben Sie all dies in einem Rezept nieder und halten Sie sich dann daran. Ändern Sie nicht in der letzten Sekunde das Rezept, es sei den Sie lieben das Chaos und nennen das dann kreativ.
Regel 4 Schreiben Sie Listen. Ich mag Listen und noch viel mehr liebe ich Notizbücher. Immer wenn ich koche habe ich eines zur Hand. Was gut funktioniert, aber vielmehr noch was nicht funktioniert kommt in dieses Buch. So möchte ich verhindern einen Fehler zweimal zu machen.
Regel 5 Organisation ist alles. Erst vorbereiten, dann kochen, dann abschmecken. Bevor ich anfange zu kochen bereite ich mir alles vor. Ich schneide Zwiebeln, hacke Knoblauch, wiege Zutaten ab. Alles was ich benötigen könnte, wird in kleinen Schälchen in meinem Arbeitsbereich angeordnet. Erst wenn ich alles zur Hand habe, fange ich an zu kochen. Ich hacke nicht den Knoblauch, während mir zwei Meter weiter der Brokkoli zerkocht. Das führt mich gleich zur nächsten Regel.
Regel 6 Ich bin kein professioneller Koch. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist gering. Daher mache ich selten mehr als zwei Dinge gleichzeitig. Das jonglieren mit vier Töpfen und zwei Sachen im Backofen kann ich nicht stemmen. Glauben Sie mir, ich habe es probiert… Auch hier gilt die Devise: Planung ist alles. Wie kann ich Dinge aufteilen/vorbereiten, das der Streß nicht zu groß wird. Das Risiko etwas zu ‚vergessen‘ vermindert sich so enorm.
Regel 7 Seien Sie nicht zu hart mit sich. Vieles was Sie kochen wird nicht perfekt sein. Ungenießbar wird aber auch das wenigste sein. Grämen Sie sich nicht zu sehr und lassen Sie sich den Appetit nicht verderben. Schreiben Sie auf was Sie falsch gemacht haben und ziehen Sie weiter. Es gibt immer ein nächstes mal…

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2 Kommentare on “Kochen so wie ich es mag”

  1. Hick Hack sagt:

    Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan, geh’n tun sie beide nicht.

    Im Ernst: Auch ich wäre ohne Plan aufgeschmissen. Leider funktioniert bei mir Regel 2 nicht. Bevor ich ein beschissener Koch werde, bleibe ich lieber ein zufriedener Hilfskoch! 🙂


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